Die folgenden Ausführungen sind nur ein grober Überblick. Sie ersetzen keine Rechtsberatung im konkreten Fall. Wir haften nicht für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität.

Zum Domain-Grabbing (die Registrierung bekannter Marken als Domain-Namen im Internet ohne eigenes Interesse an der Veröffentlichung einer Homepage unter diesem Domain-Namen):

OLG Frankfurt/Main (Beschluss vom 12.04.2000 -6 W 33/00):
Wer sich ohne nachvollziehbares eigenes Interesse einen Internet-Domain- Namen (hier: "weideglueck.de") registrieren lässt, der mit dem eigenen Namen und der eigenen Tätigkeit in keinem Zusammenhang steht, der aber gleichlautend mit der Marke eines Unternehmens ist, kann wegen schikanöser, sittenwidriger Behinderung aus §§ 826, 226 BGB auf Unterlassung in Anspruch genommen werden.

LG Wiesbaden (Beschluss vom 09.08.2000 -3 O 129/00):
Dies gilt auch, wenn der wesentliche Bestandteil eines Firmennamens vom Antragsgegner als Domain registriert worden ist, solange dieser keinerlei eigenen Bezug zu dem Namen hat und die reservierte Domain auch nicht tatsächlich nutzt. 

LG München II (Urteil vom 14.09.2000 - W 5 KLs 70 Js 12730/99): 
Domain-Grabbing ist strafrechtlich als Kennzeichenverletzung und Erpressung strafbar, wenn unter der Androhung, die Sperrwirkung einer Registrierung auszunutzen, von dem Markeninhaber ein Entgelt für die Freigabe der Domain verlangt wird.